Tourenberichte 2026

Rifugio Duca Degli Abrizzi All'Oriondé

Dienstag/Mittwoch, 7./8. Juli 2026


 

Leitung: Köbi

Teilnehmer: Daniela, Goggsi, Edi, Annette, Franz, Ursula, Barbara Pia, Horst

Tourenbericht: Annette

Fotos: Alle


Dienstag, 7. Juli

 

Das Wetter meinte es gut und zeigt sich von seiner sonnigen Seite, als wir uns an der Talstation zum Kleinen Matterhorn treffen. Da es für mich die Premiere für das Alpine Crossing ist, freue ich mich umso mehr auf die 2 Wandertage im benachbarten Bella Italia. Beeindruckt von der hochmodernen Bahnanlage überqueren wir die Grenze und geniessen während der Gondelfahrt den imposanten Blick auf das sommerliche Cervinia. Bei der Ankunft bemerken wir sofort das unsere italienischen Nachbarn nach all den vielen Jahren endlich ihre Hausaufgabe gemacht haben, denn die hässliche Ruine auf der Talstation ist verschwunden, BRAVO ITALIA!

 

Auch im Sommer mutiert Cervinia nicht unbedingt zu einer Schönheit, aber verglichen zum Winter wirkt das Dorf durch die vielen hübschen Blumen wesentlich einladender und freundlicher. Nach einem traditionellen Cappuccino und Rundgang begeben wir uns auf unseren Wanderweg.

 

Beeindruckt durch die wunderschöne, farbenprächtige und üppige Alpenflora nehmen wir uns für die anfänglichen Höhenmeter etwas mehr Zeit, da es ausserdem auch viele andere Blümchen als bei uns zu entdecken gibt. Der Blick nach Cervinia ist imposant, die Bergwelt die uns umgibt spektakulär und unsere Hütte ist zwar schon sichtbar aber noch in weiter Ferne. Darum beschleunigen wir dann in den SAC-Modus und erreichen über den mässig steil ansteigenden Wanderweg, vorbei an saftig bewachsenen Wiesen, nach einigen Trinkpausen und vielen bewunderten Blicken unser Ziel. Die Hütte ist gemütlich und wir lassen uns gleich mit einem wunderbaren italienischem „Dolce“ verwöhnen. Am Abend geniessen wir den Abschluss dieses wunderbaren Wandertages mit einem feinen Abendessen.

Mittwoch, 8. Juli

 

Der Wind der uns allen in der Nacht den Schlaf nahm, empfing uns garstig kalt als wir nach einem herzlichen „Arreviderci“  die Hütte verlassen, um unsere Rückreise anzutreten. Zuerst auf Geröll, dann stetig abwärts wurde der Weg doch wieder etwas grüner, bemerkten wir die vielen Pisten die uns im Winter soviel Freude bereiten.

 

Da unsere Gondelstation aber höher lag und wir  keine Höhe mehr verlieren wollen, kamen wir auf die Idee über die Pancherone Piste weiter zu gehen. Die Daunenjacken verstauen wir in die Rucksäcke, um den gewaltigen Steilhang der im Winter mit zu meinen Favoriten zählt, ambitiös in Angriff in zu nehmen. Ich hätte nie gedacht das ich jemals diese wunderbare Piste in der Gegenrichtung laufen würde und ganz sicher werde ich im nächsten Winter diesen Hang mit mehr Respekt abfahren.

 

Bemerkenswert und ablenkend  war beim Aufstieg die Alpenflora mit den vielen bunten farbigen Blumenkissen die sich auf diesem Schotterhang wie eine Blumenwiese ausbreiteten. Nach einer wohlverdienten Pause liefen wir vorerst auf wilder Piste weiter bis wir wieder den Wanderweg und schliesslich unsere Gondelstation erreichten die uns zurück in die Heimat brachte.

 

Ein grosses Merci an Köbi für diese tolle Idee und Organisation dieser zwei wunderschönen Wandertage und an meine Wanderkollegen die mir dieses Erlebnis unvergesslich machen.