Tourenleitung: Katharina Kuster, Fernando Guntern
Teilnehmende: Andrea Kuster, Stefanie Rigert, Sarah Rigert, Florian Teske
Bericht: Andrea
Fotos: Alle
Als Alternative für die ursprünglich geplante Tour aufs Brunegghorn (welche eigentlich schon eine Ersatztour für die Lobhörner war J), entschieden wir uns für zwei Ersatztouren:
Am Freitag nahmen die Männer unserer Gruppe eine andere Tour in Angriff. Zum einen, um den SAC bei einer anderen Tour zu begleiten und zum anderen, um die Verhältnisse bei der Breithorntraversierung zu rekognoszieren ;-). Somit machten sich zwei Schwersternpaare auf den Weg zum Wiwanni, um die Route „Papillon“ zu klettern. Die bekannte „Wiwanniwolke“ machte ihrem Ruf alle Ehre und verdeckte praktisch während der ganzen Kletterei die Sonne, was für eine (willkommene) Abkühlung sorgte. Die Kletterei war schön und abwechslungsreich. Schon bald waren die 7 Seillängen geschafft und wir machten uns auf zum Gipfel, welchen wir uns mit einigen Ziegen teilen durften. Nach einer kurzen Pause nahmen wir den Abstieg – nun mit Sonne - in Angriff und gönnten uns in der Wiwannihütte noch einen Kuchen.
Am Samstag stand die halbe Breithorntraversierung auf dem Programm. Diesmal inklusive Männer ;-). Bei guten Wetterverhältnissen starteten wir gegen 7 Uhr in drei Zweierseilschaften. Der ganze Tag präsentierte sich vollkommen sonnig und klar. Zeitweise sorgte ein frischer Wind für etwas Abkühlung. Wider Erwarten war trotz Ferienzeit, Wochenende und Prachtwetter auf unserer Route wenig Betrieb - für uns umso besser. Schon jetzt – Anfangs Juli – mussten wir einige offene Gletscherspalten umgehen oder mit grossen Schritten überqueren. Eindrücklich war auch eine grosse Spalte beim Start der steilen Passage beim Bergschrund unterhalb der Selle. Dank Steigeisen und einer guten Spur (obwohl von Leuten mit grossen Beinen gespurt), liess sich auch das Übersteigen dieser Gletscherspalte problemlos bewältigen. Der Fels war trocken und somit liess sich die Felskletterei ohne Steigeisen bewältigen. Die tolle Tour machte Hunger und wir entschieden uns spontan im Furi auf der Terrasse unsere Mägen mit Plättli, Röstis oder Käseschnitte zu füllen, um dann den letzten Teil bis ins Spiss zum Auto auch noch zu schaffen.
Auch wenn die ursprüngliche Tour nicht stattfinden konnte, erwiesen sich die beiden Ersatztouren als tolle Alternativen. Vielen Dank an alle für die tollen zwei Tage!
